Mig3 von Jens P.

Alles fing mit einem harmlosen Treat in in unserem Forum an:

"Hallo Männer, Guido und ich haben PSS mäßig mal wieder zugeschlagen. Wir haben bei Leadingedgegliders zwei Mig-3 geordert. Den Link zu der Firma gibt´s bei uns im Forum. Die Flieger sind aus EPP haben eine Spannweite von ca.1,20m. Der Kontakt mit Jack von LEG in Kansas war total problemlos und aus lauter Freude das er 2 Flieger nach Germany verkauft hat er noch zwei T-Shirts mit dazu gegeben. Sobald die Flieger über die große Pfütze gekommen sind werde ich euch hier einen Baubericht aufzwängen."

Keiner von uns hatte auch nur die geringste Ahnung das sich dieses Projekt zu einem Onlinebaubericht in Echtzeit entwickeln würde der seinesgleichen sucht!

Am 24.9.2007 ging es los! Hier die Forumseinträge zum Nachbauen und genießen!

24.09.2007 11:45 Uhr:

 

Hallo Männer die Mig`s sind da!  

 

 

 

  Die Baukästen sind mit allem Zubehör ausgestattet (Scharniere, Anlenkungen etc ) alles macht einen sauberen Eindruck. Wir haben die Rümpfe in der" pre shaped " Version genommen. Das heißt die Rümpfe sind schon fertig in Form geschliffen und sehen Spitze aus. Und erst die T-Shirts, ahhhh Klasse!! So das war die erste Sichtung wir halten euch am laufenden.

 

24.09.2007 11:55 Uhr:

 

Ach so noch was: Hier freut sich einer!

 

Unser Sonnengott ist er nicht Lieb?!

 

24.09.2007 18:44 Uhr:

 

 

Weiter geht es mit der Fläche:
A.    Ist der Holm aus Hartholz 10 x 13
B.    Ist der Holmaufdoppler!!! aus Hartholz 10x13
C.    Ist die Endleiste aus Hartholz 10x4
D.    Ist die Balsa Endleiste diese wird auf die Hartholz Endleiste geklebt und nimmt die Scharniere auf.
        Jetzt müsste eigentlich E kommen aber ich hab F wie Fest genommen.
F.    Ist eine Dreiecksleiste für das Querruder, aus Balsa
Die Fläche wird mit dem Haufen Hartholz so Stabil, ich glaub damit können wir bis zum Mond Fliegen!

 

25.09.2007 10:57 Uhr:

 

 

 

So, auch bei EPP Modellen ist etwas Holzbau angesagt. Der Hauptholm besteht aus 2 Teilen und die Balsaendleisten müssen mit der Hartholz-Endleiste verklebt werden. Bis jetzt ist alles noch ganz einfach!

25.09.2007 13:49 Uhr:

So , nun wird die Flächenwurzel angeschrägt um die V-Form zu erhalten. Ja ich weis ihr seit alle Profis und jeder weis wie es geht aber ich zeig´s euch trotzdem.

 

Flächenende unterlegen und die Wurzel rechtwinklig anschleifen...

 

...und das gleiche an der anderen Flächenhälfte.

 

Jetzt muss der Schacht für den Holmaufdoppler in die Fläche.

 

Länge des Holmaufdoppler anzeichnen, mit dem Messer ein Schnitt in der Tiefe des eigentlichen Holmschacht ins EPP schneiden.

Nun wird´s Spannend ,das EPP muss ja raus aus der Fläche! Also die Messerklinge umbiegen und Stück für Stück Horizontal raus schneiden.

 

Hinterher sieht`s dann so aus.

 

Und Männer ist das ein Holm oder was !?
26.09.2007 17:59 Uhr:

 

 

 

Na schon genervt von so vielen Fotos?!  Ist mir egal, weiter geht´s! Der Holm ist in die Fläche mit Pattex nass eingeklebt und die Endleisten sind auch schon dran. Die Fläche ist jetzt schon sehr Stabil.

 

Als nächstes muss das Holz mit der EPP Fläche verschliffen werden. Dazu habe ich mir aus EPP Resten einen Schleifklotz gebaut dieser Klotz schmiegt sich sehr schön der Form an, dass hat den Vorteil das man sich keine Riefen in´s EPP schleift Als Schleifpapier nehme ich 80er und 120er Körnung. Ich hab auch gleich die Querruder mit ein paar Tropfen Sekundenkleber an die Endleiste geheftet. .Somit wird alles schön dem Profilverlauf angeglichen! WEGEN DER AERODYNAMIK versteht ihr?!

 

27.09.2007 15:55 Uhr:

 

 

 

Bei all der Bastelei darf man nicht vergessen seinen Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen!

 

So, frisch gestärkt geht´s jetzt weiter. Da ja die Querruder schon mal angeheftet sind kann man auch gleich die Randbogenform anzeichnen. Ich habe mir einfach eine Dreiseitenansicht aus dem Internet besorgt und die solang vergrößert bis die Größe des Randbogen erreicht war. Ausgedruckt, Ausgeschnitten, Draufgelegt, Angezeichnet, Ausgesägt, Verschliffen, fertig!
Jetzt wieder die Querruder lösen, vorne anschrägen die Schlitze für die Scharniere machen (Fließschaniere liegen dem Baukasten bei). Dann werden die Querruder schon fertig eingebaut und verklebt! Wenn die Fläche soweit ist das sie mit Oratex bespannt wird werden die Querruder mit eingebügelt! Dadurch erhält man ein Bombenfestes Scharnier das sogar dem Wiedereintritt in die Erdumlaufbahn standhält.

 

28.09.2007 15:18 Uhr:

 

THIS IS NOT A COMBAT PLANE! So steht es in der Bauanleitung. Weil das Leitwerk aus Balsaholz ist! Ohje, na wenn das mal gut geht...

 

 

Das Anlenkungsteil liegt übrigens fertig gebogen und verlötet dem Bausatz bei. Ich hab das Leitwerk auf eine gerade Fläche gelegt die Mittelinie angezeichnet, die Ruder mit Kreppband festgeheftet, dass Anlenkungsteil ausgerichtet und die Markierungen für die Löcher angezeichnet.

 

Danach die Ruder vorne angeschrägt und die Löcher gebohrt. Da die Ruder ja jetzt noch in Brettform sind kann man sie wieder schön eben auf das Baubrett legen und mit 5 Minuten Epoxy mit dem Anlenkungsteil verkleben dadurch bekommt man Bolzen gerade Ruder.

 

Nach 5 Minuten sieht es dann so aus.

 

Die Ruder wieder ran ans Leitwerk, ausrichten mit Kreppband festheften und die Position der Scharniere anzeichnen.

 

So ,jetzt die Schlitze für die Scharniere einschlitzen manche benutzen dazu ein extra Schaniereinschlitzdingens-Werkzeug ich nehme ein Cuttermesser. Ist das gemacht wird das Ruder mit dem Leitwerk verbunden und die Fließschaniere mit Sekundenkleber verklebt. Jetzt nur noch das Leitwerk und das Ruder in Form schleifen und Zack ,das Leitwerk ist geschafft.

 

Sieht gut aus!
28.09.2007 15:28 Uhr:

 

Der Holzbau an der Mig ist soweit abgeschlossen. Jetzt geht es mit dem EPP Rumpf weiter. Jetzt wird es etwas kniffelig also werd ich erstmal ein bisschen rum Hirnen und meine Englischkenntnisse vertiefen, kann auch sein das ich mal eine Mail nach USA senden muss. Und wenn ich dann weis wie ich weiter vorgehen soll .Geht es natürlich mit dem Baubericht weiter.

 

01.10.2007 14:42 Uhr:

 

So Männer, also ich habe eine Mail über den großen Teich nach Kansas gesandt und auch gleich eine Antwort erhalten. Das ist echt ein klasse Service man erhält noch am gleichen Tag die Antwort.
Also ich fragte Jack von LEG: How go?! (wie geht) und er Antwortete. Make it like the lovely Mister Singingclub (mach es wie der liebe Herr Gesangverein)! So jetzt hab ich wieder voll die Checkung. Jetzt brauch ich nur noch etwas Zeit dann geht es weiter .Ich denke Morgen werde ich wieder was Posten.

 

02.10.2007 08:01 Uhr:

 

 
Na dann wollen wir mal wieder! Das Höhenruder wird jetzt schon mit dem Seitenruder verklebt! Echte Männer machen das mit Sekundenkleber, vorsichtige nehmen 5 Minuten Epoxy da bleibt mehr Zeit zum ausrichten.

Ich bin ein Mann!

 

02.10.2007 08:39 Uhr:

 

Jetzt ist der Rumpf an der Reihe.

 

Der Rumpf ist eigentlich in zwei Hälften die sind zum verschleifen mit widerlösbarem Kleber zusammen geklebt worden. Nun gilt es die Rumpfhälften vorsichtig zu trennen.

 

Leute mit Hunger belegen sich eine Hälfte mit Salami, Käse, Schinken, etc... klappen ihn zusammen und kauen sich dann vom Spinner bis zur Höhenleitwerksaufnahme durch.

 

Ich hab das nicht gemacht sondern ich hab die Innereien draufgelegt und angezeichnet.

 

Noch ein Wort zu den Servos: Ich nehme für Höhe und Quer Hitech HS 325 HB. Die Servos sind günstig 13,20 EUR das Stück, diese haben ein Carbon Getriebe und Kugellager. Gewiss das ist etwas overkilled, aber man sollte bedenken die Servos verschwinden auf Nimmer Wieder sehn im Rumpf, deswegen denke ich sollten sie etwas Robuster sein.

 

Nach dem die Innereien auf einer Seite angezeichnet sind müssen die Maße auf die andere Hälfte übertragen werden. Ich habe mir da einfach mit Butterbrot Papier geholfen. Alles angezeichnet, auf die andere Hälfte gelegt und abgemalt.

 

Wenn das gemacht ist sieht es dann so aus:
02.10.2007 13:52 Uhr:

 

 

 

Jetzt darf geschnitzt werden. Als erstes hab ich den Schacht ausgeschnitten wo später mal das Querruderservo nebst Gestänge sitzen soll.

 

Danach den Schacht für den Akku und das Servo. Am einfachsten geht das wenn man den Bereich Schachbrettartig ausschneidet und mit einer Zange die einzelnen Stücke drehend rauszieht.

 

Danach mit einem Dremel das Ganze glätten.

 

Der Bereich des Höhenleitwerks

 

Wenn dann das ganze Zimmer ordentlich voller EPP Stückchen ist erhält man folgendes Ergebnis...
Wenn ihr wollt das sich eure Frau auch über den neuen Flieger freut, dann würde ich diese Arbeit im Wohnzimmer machen.

Und wenn dann der Haussegen so richtig am Boden liegt kann man sich schon mal hieran erfreuen. Sieht auch sexy aus und widerspricht nicht!

 

04.10.2007 13:27 Uhr:

 

Jetzt hat man schon mal gesehen wie das Endergebnis in etwa aussehen wird!

Also weiter geht´s! Übrigens bis jetzt hab ich außer Akku und Servos noch nichts dazu gekauft. Alles ist im Bausatz enthalten! Die Kohlerohre hab ich mit Heißkleber eingeklebt. Ich verwende den Kleber bei diesem Modell zum ersten mal und es geht erstaunlich gut und hält Bomben fest. Bei dem einkleben der Kohlerohre sollte man darauf achten das sich der Rumpf nicht verzieht, EPP ist halt doch Elastisch und da kann es passieren wenn man die Kohlerohre in die Nuten drückt, dass der Rumpf krumm wird.

 

 

Damit mir das nicht passiert hab ich ein Aluvierkantrohr mit ein paar Tropfen Sekundenkleber am Rumpf festgeheftet, dies hält den Rumpf schön gerade und man kann es leicht wieder lösen.

Ich hab ein Alurohr genommen weil es halt so rum lag, man kann auch eine gerade Holzleiste nehmen, oder den Rumpf an der Hauswand festnageln ganz egal Hauptsache das Ding bleibt gerade!

Der Empfänger ist auch schon drin. Die Antenne ist in Schleifen außen am Rumpf verlegt. Dazu einfach mit einem Cutter den Rumpf leicht anritzen und das Kabel mit dem Fingernagel eindrücken.

Das hab ich bei der Mustang auch so gelöst und noch nie eine Störung gehabt.

 

08.10.2007 18:48 Uhr:

 

Da ja bei dem Flieger der Akku und das Höhenruderservo auf immer und ewig im Rumpf verschwinden, hab ich natürlich deren Funktion getestet und musste dabei mit einem etwas verdutzten Gesichtsausdruck feststellen, dass mein Nagelneuer Sanyo KR 1400 AE Empfänger Akku im Arsch ist. Das heißt das von 4 Zellen drei eine Spannung von Null Volt haben. Da man nun aber mit 1,3 V schlecht eine Fernsteuerung betreiben kann, darf ich den natürlich nicht einbauen. Das alles wäre ja nicht weiter tragisch, ich könnte ja ins nächste Fachgeschäft gehen und mir einen kaufen, diesen dann einbauen und Euch weiter mit meinem Baubericht erfreuen.

ABER IN DIESEM SCHEISS KAFF GIBT ES KEIN FACHGESCHÄFT!

Das heißt, ich muss alles im Internet kaufen. Somit warte ich jetzt bis das kleine gelbe Auto auf den Hof fährt und der freundliche Mann mit der Gelb-Blauen Uniform meiner Frau das kleine Paket mit meinen neuen Sanyo KR 1400 AE Empfängerakku übergibt. Und wenn ich dann Freudestrahlend vom meinem hartem Beamten Alltag nach Hause komme. Wird mich meine Frau anscheißen das ich schon wieder was bestellt habe! Aber ihre Worte werden aus meinen Ohren gleich wieder rausschallen, denn ich habe ja dann meinen neuen Sanyo KR 1400 AE Empfängerakku in den Händen. Und dann UND DANN Männer geht es natürlich mit dem Baubericht weiter...

 

10.10.2007 12:11 Uhr:

 

 
Der neue Akku ist jetzt da und wurde von mir gleich einer Flugtauglichkeitsuntersuchung unterzogen. Soweit konnte ich nichts feststellen.

Jetzt werd ich ihn mal laden und wieder entladen und wenn er dann für gut befunden wird, werde ich ihn einbauen.

 

11.10.2007 17:27 Uhr:

 

Also der Akku ist OK! Jetzt kommt der Teil des Bau´s wo man sich etwas Konzentrieren muss. Man sollte noch mal alles überprüfen am besten zweimal um sicherzugehen das auch alles OK ist! Das heißt im Klartext: Höhenruder Trimmung auf Null stellen und die Servohebel sollte auf neutral stehen, dann muss das Höhenruder gerade sein. 

Wenn man sich sicher ist das alles OK ist kann man die Rumpfhälften zusammen Kleben. Ich habe das mit 3M 77 Sprühkleber gemacht. Bevor man nun draufsprüht in seinem Bauwahn, nicht vergessen das Servo und die Höhenruderanlenkung abzukleben, sonst bewegt sich gar nichts mehr.

Ich schreibe das deshalb so ausführlich weil es ist die letzte Gelegenheit ist was zu ändern ,wenn der Rumpf erst mal zusammen ist ist es zu spät.

 

 

Akku und Servo mit z.B. Heißkleber fest einkleben. Rumpfhälften mal probehalber zusammen halten, dabei mal das Höhenruderservo bewegen um zu sehen ob nichts schleift.

 

Bei mir war das z.B. der Fall! Um nun genau die Stelle zu finden wo es schleift habe ich den Servohebel mit roter Farbe markiert. Rumpfhälften wieder zusammen halten und noch mal das Servo bewegen, schon kann man Prima sehen wo es schleift . Man kann es auf den Fotos noch sehen.

 

Hinten hab ich den Rumpf noch nicht verklebt ,weil da später noch das Höhenruder eingehängt werden muss.

 

Den Schalter habe ich etwas im Rumpf eingelassen und an die Rumpfunterseite gelegt so kann man ihn nicht sehen aber er ist trotzdem geschützt.

 

11.10.2007 17:44 Uhr:

 

Noch ein Wort zum Sprühkleber. Wenn man den Kleber nicht ablüften lässt ,sondern gleich die Teile zusammen klebt, kann man noch etwas die Teile verschieben und so den Rumpf ausrichten. Was ich oben noch vergessen habe, ist das ich schon etwas Blei in die Nase geklebt habe und den Flieger etwas Kopflastig getrimmt habe. Wenn man jetzt noch das Tape und die Oratex Folie dazu rechnet sollte der Schwerpunkt schon einigermaßen hinkommen. Die Feinheiten werden dann natürlich am fertigen Modell gemacht.

So jetzt ist der Punkt gekommen wo man die Brocken auf die Waage legen kann. Ich bin jetzt bei 900 Gramm wenn man jetzt noch Tape und Folie dazu Rechnet sollte man 1300 Gramm erreichen. Leg gibt einen Wert von 1,1 bis 1,4 Kg an. Schaun mer mal...

 

16.10.2007 19:04 Uhr:

 

 

 

Heute war der Einbau der Flächenbefestigung dran. Als erstes wird auf dem Rumpf die Position der Sperrhölzer angezeichnet in die später die 5mm Kunstoffschrauben gedreht werden.

 

Danach das EPP mit einem langen Cutter Messer ausschneiden.

 

Die Abfallstücke aufheben, sie werden später wieder zur Auffütterung der Flächenaufnahme benötigt.

 

Wenn das gemacht ist haben wir das gröbste schon erledigt. Der Rest ist einfach. Auf die Fläche habe ich jetzt 1,5 mm Sperrholz als Gegenlager für die Schrauben geklebt.

 

Jetzt wird es noch mal spannend. Die Fläche auf den Rumpf legen, ausrichten und Löcher bohren.

 

Das Gewinde schneide ich direkt in das Holz, wobei ich in das Bohrloch Sekundenkleber laufen lasse danach das Gewinde schneide und dann nochmals Sekundenkleber auf das Gewinde gebe. Das habe ich bei der Mustang auch schon so gemacht und es hält bis heute absolut zuverlässig und das obwohl ich ja schon ein paar mal in der Luft gerammt worden bin...

 

Wenn das alles gemacht ist kann man ja mal die Fläche dran schrauben, muss man aber nicht.
18.10.2007 15:36 Uhr:

 

Der Rohbau ist soweit abgeschlossen. Nur noch die Füllstücke im Bereich Höhen und Seitenleitwerk einkleben.

 

 

Erst sieht es so aus...

 

...dann so!

 

18.10.2007 15:57 Uhr:

 

"Jetzt wird es Schmutzig" Kenner wissen das ist ein Film von Gina Wild. Aber wir begeben uns jetzt nicht in die Niederungen der Nackten Kunst. Sondern ich meine damit das der Flieger jetzt mit Styroleichtspachtel eingerieben wird. Ja ich hab es auch erst nicht geglaubt, aber die Amis machen das so, ich werd es mal probieren.

 

 

Es gibt im Netz ein Video dazu, wie Jack von LEG die Fläche Spachtelt ist echt sehenswert. (externer Link)
 
 

So, solange jetzt die Spachtel trocknet könnte man ja noch mal auf das Thema mit der Gina Wild zurückkommen .Wo ist den eigentlich meine Frau?! Schatz! Schaaaaaatz!!! Mist immer wenn man sie braucht ist sie nicht da!

Na gut dann schau ich halt der Spachtel beim trocknen zu.

 

21.10.2007 09:17 Uhr:

 

 
Das mit der Spachtel ist keine schlechte Idee .Die Fläche und der Rumpf fühlen sich jetzt viel härter an und sind natürlich auch eben und glatt. Der Gewichtzuwachs beträgt 50gr. Aber das Ganze ist eine Riesen Sauerei. Die Leichtspachtel von Robbe kann ich nur empfehlen. Sie wird schnell Hart und lässt sich leicht wieder abschleifen.

 

21.10.2007 09:40 Uhr:

 

"Jetzt wird es Klebrig" nein keine Angst nicht schon wieder ein Filmtitel von Gina. Das ist eher der Schlachtruf der Deutschen Imkervereinigung e.V.

 

 

Natürlich meine ich damit das jetzt Rumpf und Fläche mit Tape beklebt werden. Dazu die Stellen abkleben die nicht mit dem Sprühkleber in Verbindung kommen sollen. Dann eine dünne schicht Sprühkleber auftragen 20 Min ablüften lassen, danach das Gewebetape aufbringen.
Das mit dem Sprühkleber ist auch so eine Arbeit die man prima im Wohnzimmer machen kann. Aber da es bei mir im Wohnzimmer zu dreckig ist geh ich lieber nach draußen. Und da es jetzt gerade Regnet sitz ich hier und warte das es aufhört...

 

  Solange kann man sich ja mal das Video von Colin Walvel ansehen (externer Link) der hat sich eine schöne LEG Mustang zusammengebaut und das Video lässt auch auf gute Flugeigenschaften meiner Mig hoffen, Profil und Größe sind gleich.

 

21.10.2007 18:05 Uhr:

 

 

 

Wieder ein Stück weiter...

Die Fläche ist getapet! Das Tape habe ich übrigens bei Lipoly (externer Link) bestellt. Ich hab das 50 mm Tape querverstärkt benutzt.

Beim Tapen sollte man das Klebeband ohne Zug aufbringen sonst kann sich die Fläche noch verziehen. Weiter muss man darauf achten das das Tape ohne Falten und ohne Überlappung aufgebracht wird, um eine schöne glatte Oberfläche zu erhalten. Leichte Falten kann man mit wenig Hitze mit einen Folienbügeleisen glatt Bügeln.

 

22.10.2007 10:08 Uhr:

 

 

 

Jetzt ist der Rumpf dran. Erst alles abkleben wo kein Kleber hin soll...

 

...dann das Tape aufbringen. Was sich hier so schnell liest hat mich 2,5 Stunden meines Lebens gekostet (nur der Rumpf!).
  Jetzt bin ich schon bei 1100 Gramm langsam bekomm ich doch Angst!

 

26.10.2007 20:16 Uhr:

 

Aber wenn ihr gedacht habt ich lasse mich von etwas Übergewicht aus der Ruhe bringen dann seit ihr "heavy on the woodway" (schwer auf dem Holzweg) Ich habe jetzt den Flieger mit Solartex Folie gebügelt.
Da aber die Folie auf dem Tape schlecht haftet. Habe ich den Flieger mit Aceton abgerieben und danach leicht mit Sprühkleber eingesprüht 20 Min ablüften lassen und dann kann gebügelt werden. Ich habe diesmal Solartex genommen um den Vergleich mit Oratex zu haben. Also ich bin angenehm Überrascht das Solartex lässt sich für mich einfacher Verarbeiten ( Folie ist weicher nicht so sperrig) und leichter ist sie auch.

 

 

Und so sieht es dann nach einer 7Stündigen Bügelorgie aus...

 

  Gewicht jetzt 1200 Gramm! Als nächstes wird das Querruderservo eingebaut und dann wird die Farbe drüber gejaucht. Und wie das geht das zeig ich euch auch noch...

 

27.10.2007 14:51 Uhr:

 

 

 

Vollkommen Unspektakulär die Querruderanlenkung.

 

  So soll der Flieger dann mal aussehen. Es ist die Mig 3 " Black 7" Geflogen von A.V.Shlopov während der Luftverteidigung von Moskau im Winter 1941 /42 .Ich finde das Design sehr gut ,und es sieht nicht gleich so nach Kampfflugzeug aus .Ich finde mit dem Design könnte es auch ein Rennflugzeug sein.

 

28.10.2007 10:14 Uhr:

 

Eintrag von Guido (der mit der zweiten Mig)

Moin Onkel, ich bin erschüttert!!! Du hast die Kiste ja schon gebügelt! Was ist denn mit den Flächenübergängen? Willst Du die Fillets jetzt doch nicht machen?

 

28.10.2007 18:41 Uhr:

 

Howdy Neighbor, Ich war so heiß ich hab das Ding mit der flachen Hand gebügelt Nee ich mag kein Filet lieber ein Worschtebrot!

 

30.10.2007 09:06 Uhr:

 

So dann mal los. Als erstes alles sauber Abkleben. Ich benutze dazu gerne Isolierband das kann man schön um Rundungen Ziehen. Die Streben für die Haube habe ich aus Plotterfolie geschnitten. Maskierfolie oder irgendeine andere Klebefolie geht natürlich auch. Den Pfeil und den Stern hab ich mir grob zugeschnitten und auf den Rumpf gelegt. Damit ich alles schön anpassen kann.

 

 

 

 

  Jetzt kann gesprüht werden .Ich fang mit dem Blau an. Als Farbe hab ich Matt Blau aus der Sprühdose genommen. (Dupli Color)

 

 

 

 

01.11.2007 18:02 Uhr:

 

 

 

Die Abklebeorgie geht weiter. Von dem Pfeil und dem Stern hab ich mir eine Schablone aus Pappe gemacht, die Konturen mit Bleistift auf das Modell übertragen. Dann das ganze mit Abklebeband abgeklebt.

 

Da ich ja nicht gerade Rembrand bin ,und auch sonst ein lausiger Zeichner bin. Hab ich mir die Vorlagen aus dem Internet besorgt. Jetzt waren die aber zu klein, kein Problem bei uns gibt es Copy Shop der hat mir die Sachen auf das richtige Maß vergrößert.

 

Wenn dann alles wieder ausgepackt ist sieht es dann so aus. Das Auspacken ist immer wie Weihnachten, man ahnt was drin ist, ist sich aber nie sicher!

 

 

 

02.11.2007 19:31 Uhr:

 

 

 

Den schwarzen Pfeil wieder mit Malerkrepp abgeklebt ,nur diesmal hab ich das Schwarz mit dem Pinsel aufgebracht, weil ich kein Bock hatte für 5 Minuten sprühen, 30 Minuten die Airbrush-Pistole zu säubern. Die Konturen für die schwarze Sieben hab ich auch mittels Pappschablone auf das Modell übertragen. Die Umrisse hab ich diesmal mit einem dünnen Edding abgezeichnet und dann die 7 Freihand mit dem Pinsel ausgemalt.

 

Jetzt nur noch die Schrift (Klebebuchstaben) drauf und die Mig wäre fertig. Aber irgendwie sieht der Flieger aus wie ein Flieger von Ken. Ken ist der der mit Barbie rummacht. Das heißt der Flieger lebt nicht! Ich habe vor ihm etwas Weathering zu können .Schließlich ist es ja ein Warbird und die waren bestimmt nicht auf Hochglanz poliert...

 

04.11.2007 10:43 Uhr:

 

 

 

Mit dem Bleistift ist eine sehr gute Idee. Weil die schwarzen Tintenstifte einfach zu schwarz sind. Es sollen ja nur die Beplankungstöße nachgebildet werden. Die Ruderspalte können dann wieder etwas Schwärzer werden. Die Mig hat bespannte Ruder die Bespannung wird leichter dreckig als das Blech und ist leicht eingefallen.

 

 

Ich habe es nachgebildet in dem ich die Rippen mit Bleistift aufgezeichnet habe dann mit Klebeband abgeklebt habe, damit es eine scharfe Kante gibt. Dann etwas Kohle von einem Kohlestift abgerieben und mit dem Finger leicht drüber gewischt.

 

04.11.2007 18:33 Uhr:

 

So fast fertig! Morgen werd ich noch die Abgasfahne aufsprühen und den Flieger mit Matten Klarlack überziehen. Zur Zeit sieht er so aus:

 

 

 

 

  Die Fotos sind nicht so gut ich muss das Ding mal bei Tageslicht Ablichten...

 

05.11.2007 09:41 Uhr:

 

 

 

Es ist Vollbracht!

 

Die Mig ist fertig. Als Farben habe ich Tamyia Acryl Matt auf Wasserbasis verwendet. (Rot, Schwarz und Smoke ) Die Unterseite ist mit Dupli Color platinum aus der Sprühdose gesprüht. Danach alles mit Mattem Klarlack überzogen.
 

 

Jetzt warte ich auf Wind und dann werd ich das Ding mal über die Kante schubsen.

 

Wehe es schreibt jetzt einer, ich müsste mal wieder Rasenmähen. Es reicht schon das ich mir den Bart abrasiert habe!

 

05.12.2007 19:03 Uhr:

 

Hallo Männer, Ich habe am Sonntag die Mig zum ersten mal geflogen. Da ja gerade das Sturmtief am Sonntagnachmittag zur Hochform auflief, sind Guido und ich an unseren Südwesthang gefahren. Da angekommen hat sich zu dem Wind auch noch etwas Regen dazu gemixt. Aber Hauptsache egal und einfach Ignorieren. Das Ding musste in die Luft. Also ich mach´s kurz der Ofen fliegt für´s erste ganz gut und macht mächtig Fahrt. So bald es die Bedingungen wieder zulassen werd ich mich an die Feinabstimmung machen. Ich glaube ich muss noch etwas mit dem Schwerpunkt spielen. Nach einer Stunde sind wir dann Nass bis auf die Knochen - aber Glücklich ! nach Hause gefahren. An Fotos oder Videos zu machen war auf Grund der Nässe nicht zu denken, wird beim nächsten mal aber nachgeholt!

 

09.12.2007 09:00 Uhr:

 

Hier ist das krasse Video von meiner Mig! Zu beachten ist auch meine RC Box! Einfach ein Pappkarton über den Sender gestülpt und schon bleiben die Finger Warm. Sieht voll scheiße aus erfüllt aber seinen Zweck. Leute mit Stil können so was auch fertig kaufen In Vollcarbonopticmiteingebauterklimaanlageunwasweißichnochwas.

So nu aber, Guckst du hier, bei rcmovie (externer Link).

 

Text und Bilder: Jens Pfromm